Vortrag: Ansichten loslassen, ist schwieriger als sterben

13. Mai 2015, 19:30 - ca. 21h im Kulturhaus Helferei, Zürich

Wenn wir verlieren, was uns lieb und teuer ist, leiden wir. Tod scheint als ultimativer  Verlust, und  wir haben Angst davor. Ansichten loslassen ist aber noch schwieriger als sterben, denn um uns sicher zu fühlen, wollen wir recht haben. Wenn sie dem Tod ins Auge sehen, werden viele Menschen gelassen, denn viele Sorgen scheinen plötzlich unwichtig. An den Tod denken, kann uns helfen, unser Leben als Ganzes zu sehen und Prioritäten zu klären. Dann halten wir nicht mehr so sehr an Unwesentlichem fest.  Und angesichts des unendlichen Universums können wir uns selbst relativieren und Verbundenheit und Mitgefühl für alle Wesen entdecken.

Sylvia Wetzel, geb. 1949, ursprünglich Gymnasiallehrerin, befasst sich seit 1968 mit unterschiedlichen Wegen zur psychologischen und politischen Befreiung und seit 1977 mit dem Buddhismus. Ausbildung in der tibetischen Tradition bei Lama Thubten Yeshe, Zopa Rinpoche, Rigdzin Shikpo (Michael Hookham) u.a. und zwei Jahre Praxis als Nonne. Wichtige Impulse kommen aus dem Rinzai-Zen, dem Theravada, dem Tara-Rokpa-Prozess. Mit ihrer gründlichen Reflektion von abendländischer Kultur und Philosophie und unserer Geschlechterrollen ist sie eine Pionierin des Buddhismus in Europa.Autorin von: Das Herz des Lotos, Fischer Spirit 1999. Hoch wie der Himmel, tief wie die Erde, Theseus 1999. Leichter Leben, Theseus 2002. Worte wirken Wunder, Theseus März 2007. Achtsamkeit und Mitgefühl - Mut zur Musse statt Hektik und Burnout, Klett-Cotta 2014.

Ort: Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13 (hinter dem Grossmünster), 8001 Zürich

Kosten: Vortrag Fr. 20.--

Eine Anmeldung zum Vortrag ist nicht notwendig.


Meditations- und Übungstag: 
Auffahrt 14. Mai 2015, 10-17h im GZ Hottingen

Meditations- und Übungstag:
Freitag 15. Mai 2015, 10-17h im GZ Hottingen