Leerheit im Alltag

Lharampa Tenzin Kalden Dahortsang

09. Mai 2015, 10-17h, im Buddhistischen Zentrum Zollikon

(Fortsetzung der Kurstage vom 14, auch Einsteiger willkommen)

"Wenn der vollständig erwachte Buddha erklärte, dass Samsara aus Unwissenheit entstanden ist, wäre es dann nicht richtig zu sagen, dass Samsara nur eine Vorstellung ist?" (NAGARJUNA, Sechzig Überlegungen der Leerheit)

In den buddhistischen Schriften heisst es, dass wir - ähnlich wie jemand, der in der Dämmerung ein Seil mit einer Schlange verwechselt - den Dingen fälschlich ein inhärentes Selbst zuschreiben. Aufgrund dieser falschen Sichtweise erleben wir im Alltag Angst und Unannehmlichkeiten und hegen negative Absichten. Tatsächlich sind die Dinge aber leer von einem inhärenten Selbst, ähnlich wie ein Seil leer davon ist, eine Schlange zu sein.

Zur Umsetzung der Einsicht in die Leerheit im Alltagsleben üben wir einfache, aber wirkungsvolle Meditationen ein, die wir täglich durchführen können. Die Vorträge und Übungen knüpfen an die Kurstage vom 2014 an. Als Vertiefung des Kommentars zum Herzsutra wird die Erklärung der Anleitung zur Meditation über die Leerheit fortgesetzt. Diese Anleitung wurde von Khedrup Je, einem der beiden Hauptschüler Je Tsongkhapas, verfasst. Zusätzlich werden Verse aus Nagarjunas Lobpreis der Späre der Wirklichkeit kommentiert. Auch Einsteiger sind herzlich willkommen.

Lharampa Tenzin Kalden Dahortsang wurde 1972 in Tibet geboren. An der Klosteruniversität Sera Je, Südindien, studierte er 17 Jahre lang die fünf grossen buddhistischen Wissensgebiete und erreichte den »Lharampa«, den höchsten akademischen Grad der Gelug-Tradition. Er ist einer der wenigen tibetischen Gelehrten, der die umfangreiche Lehre des Buddhismus direkt auf Deutsch erläutert.

Mitbringen: etwas zum Teilen fürs Mittagsbuffet

Kosten: CHF 70.-­ (Spende/Dana für den Lehrer inkl.)

Anmeldung: per E-Mail an: claudiokindler@gmx.ch

Den Flyer zum Kurstag finden Sie hier